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Mo, 10.02.2020
GENDER ROLES (UK)
Support: LINGUA NADA
präsentiert von Visions
Einlass: 19:00 | VVK: 12 EUR | TICKETSmiley face | AK: 14 EUR
Die DIY-Szene in Brighton, die dank ihrer vielseitigen und umfassenden Kultur weithin als musikalischer Schmelztiegel anerkannt ist, hat in den letzten Jahren mehr als nur einen fairen Anteil an lebhaften musikalischen Neuerungen hervorgebracht. Egal, ob die Post-Punk-Exzellenz von Squid oder die Indie- Kraft von Black Honey; es gab in den letzten Jahren einen großzügigen Neuzuwachs an hochkarätigen Acts, die die Küstenstadt zu ihrer Heimat gemacht haben. Aus einem solchen Nährbodenethos heraus sind kürzlich auch Gender Roles entstanden.
Nachdem sich Gitarrist/Sänger Tom Bennett und Bassist Jared Tomkins 2015 zufällig auf der Brighton Pride Party des Schlagzeugers Jordan Lilford kennenlernten, fand die Band für sich heraus, dass die DIY- Szene in Brighton der ideale Ort war, um ihre ersten gemeinsamen Erfahrungen zu sammeln. Die Inspiration und der Ethos, auf den sie in diesen frühen Tagen zurückgreifen konnten, sind ein wesentlicher Bestandteil der Band, zu der sie sich entwickelt haben.
"Jede Band hat irgendwann mal als DIY-Band angefangen“, erklärt die Band. ”Wenn man ein Projekt startet, dann macht man eine sehr lange Zeit etwas für wenig oder gar keinen Erfolg. Es ist harte Arbeit und man fragt sich oft, warum man das alles überhaupt macht. Brighton und seine zukunftsorientierte Kultur und Fülle an kreativen Menschen, fungieren hier oft als Inkubator, um Künstlern zu ermöglichen, sich ohne Einschränkungen auszudrücken, zu lernen und besser zu werden. Es gibt Leute in Brighton, die großartige Arbeit leisten, um Künstlern die Möglichkeit zu geben sich auszutoben und dabei ihr Handwerk zu verbessern. Nennt es “Szenen" oder was auch immer, es sind diese Leute, die Brighton zu einem der besten Orte der Welt machen, um als junger Künstler an den Start zu gehen."
Obwohl die Stadt an der Küste auch heute noch ihre Heimat ist, war die Band in den vergangenen Jahren viel lieber auf Tour als Zuhause. Man trat unter anderem mit Helden wie Jamie Lenman, Touché Amoré oder PUP auf und versammelte eine große Fangemeinde um sich. Neben den unverschämt eingängigen Songs schätzen ihre Fans vor allem auch den ungewöhnlichen Humor von Gender Roles.
Auf dem Weg bisher erschienen zwei EPs: "Planet X-Ray" 2017, "Lazer Rush" ein Jahr später. Beide Veröffentlichungen beschäftigten sich damit, gemeinsam die Vergangenheit zu bewältigen und in die Zukunft zu schauen. Das erste Album "PRANG" sollte sich mehr mit unmittelbaren Themen beschäftigen, doch das war gar nicht so einfach:
"Wir hatten wirklich gar kein Konzept vor Augen als wir mit den Arbeiten am Album begannen, aber plötzlich hatten wir einen riesen Haufen Ideen gesammelt. Wir wussten aber nicht, was wir darüber singen sollten: 2017 und 2018 waren als Band so gut für uns, dass wir einfach die ganze Zeit nur dachten 'Alles ist irgendwie geil!' - und darüber kann man nun wirklich nicht ein ganzes Album lang singen. Das wäre langweilig. Wir diskutierten also und fanden heraus dass die meisten Probleme in unseren Leben vom 'Zuhause' ausgehen. Eine Familie gründen, Teil von einer zu sein, man selbst werden, damit zurecht zu kommen allein zu sein. Das wurde zum Oberthema von ”PRANG”.”�
Das Album wurde in nur zehn Tagen zusammen mit dem Produzenten Ian Sadler in den Emeline Studios in Kent aufgenommen. Es nimmt sowohl die Ängste, als auch den Charme des Sounds von Gender Roles auf und macht es zu ihrem vollkommensten Werk. "Hey With Two Whys" ist eine spielerische Interpretation von Selbstzweifeln, während das mächtige "Bubble" die beeindruckenden dynamischen Veränderungen der Band am besten präsentiert. Bennetts Herangehensweise an Themen wie Verlust hebt eine zusätzliche Nuance in seinen Texten hervor, während die Band insgesamt noch voller und robuster klingt.
”Diese Songs waren im Grunde unser ganzes Leben für eine kurze Zeit", sagt die Band über die Aufnahmezeit. ”Es waren ein paar sehr lange Tage. Wir haben mit Ian im Studio geschlafen, gegessen und geatmet. Wir hätten nicht mehr reinstecken können, selbst, wenn wir es versucht hätten. Wir sind sehr stolz auf das, was wir erreicht haben und das hier sind definitiv die besten Songs, die wir je geschrieben haben.“
Doch das Beste an ihrem Debüt ist, dass man trotz der großen Veränderungen weiterhin ihr kollektives DIY-Herz schlagen hört. Es hilft dabei, die Aufrichtigkeit zu bewahren, die alles durchdringt, was sich im modernen Leben oft als unzulänglich anfühlt. ”Wenn wir beim Zuhörer ein positives Gefühl und Kreativität hervorrufen können, dann ist das mehr, als wir uns jemals erträumt haben. Wir möchten die gleichen Gefühle vermitteln, mit denen wir live spielen, aufgeregt sein und Spaß haben, solange wir können. Wir möchten, dass jeder das Gefühl hat, involviert zu sein und seine eigenen Geschichten zu haben. Es geht nicht nur um uns."�
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