Fr, 04.02.2022
DRENS - wird verschoben
Holy Demon Tour
Einlass: 19:00 | VVK: 13 EUR | TICKETSmiley face
Als wilder Surfpunk-Vierer in Dortmund Ende 2017 durch eine gemeinsame Liebe zu Lo-Fi Melodien gegründet, haben DRENS ihre „Pet Peeves“-EP in den 2020er Frühling geworfen - inmitten von Isolation und Frühlingssonne. Jetzt steht mit "HOLY DEMON" das Debütalbum für 2022 an und die Band könnte nicht bereiter sein.

Folgendes Szenario: Eine Stadt in Technicolor, aquamarinblauer Himmel, grüner Rasen, auf dem Flamingos staksen. Wellenrauschen, aus der Ferne weht Gelächter, Strandszenen. Aber je länger man in dieses Szenario starrt, desto greller blendet die Sonne, desto schriller klirrt das Gelächter. Es könnte alles so schön sein, aber eine kleine, böse Wolke verdeckt die Sicht, ein Stein steckt im Schuh. Passanten flanieren durch die Straßen, auf der Suche nach einer Kneipe oder einem Imbiss und achten nicht auf die vier jungen Männer. Die Neonreklamen des Kiosks, die hinter der Scheibe surren, tauchen die Gesichter in blau und rot, in ein unwirkliches Licht - Und aus den Schatten unter dem Tisch steigen Dämonen auf.

„HOLY DEMON“ ist ein Augenblick für die Ewigkeit, ein Foto von diesem Abend vor den flackernden Lichtern, aus dem spannendsten Moment einer jungen Band: Ein letzter Blick in die Vergangenheit, aber die Füße bereits in einer bewegten, großen Zukunft.

So gelingen DRENS mit ihren Songs ein seltener Spagat: Der Blick für die Beschissenheit der Dinge ist wach und geschärft und wird trotzdem nicht blind für all das Schöne und Gute. Auch wenn auf „HOLY DEMON“ die Schattenseiten besungen werden, der Sound der Band klingt groß und wuchtig, dem fuzzy Surf- und Garagesound der ersten Releases wurden Anleihen aus dem Alternative Rock verpasst. Ihre Debüt-EP „Pet Peeves“ brachte der Band ausverkaufte Shows und Festivalsommer ein, selbst im Scheissjahr 2020 konnten sie auf Reeperbahnfestival und Eurosonic spielen, die deutsche Netflix-Erfolgsproduktion „How To Sell Drugs Online (Fast)“ nutzte einen Song als Soundtrack.

Am Ende schreiten DRENS hoffnungsvoll in die gleißende Sonne. Diese Wärme und Detailverliebtheit gibt den Texten eine bitter-süße Leichtigkeit, Joy Divison im Hawaii-Hemd, Surfen vor einer brennenden Küste. Die flirrende Live-Energie wird hier in Form gegossen und verwandelt öde Vororte in südkalifornische Teenage Utopias. Ist das nicht der beste Schritt für dieses neue Jahrzehnt?
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