Mi, 22.09.2021
REEPERBAHN FESTIVAL 2021
WU-LU, TALK SHOW + THE CLOCKWORKS
Einlass: 17:15 | VVK:  Einlass nur mit Festival Bändchen
17.45 - 18.30 WU-LU

Das Aufwachsen, das An-Sich-Selbst-Wachsen und Über-Sich-Hinauswachsen hat Miles Romans-Hopcraft zu einem der zentralen Themen seiner Musik auserkoren. Als Multi-Instrumentalist, Sänger und Produzent ist er im pulsierenden Underground Londons längst kein unbeschriebenes Blatt mehr: Mixmag, Crack, Resident Advisor, Radio 6 Music, alle reißen sie sich um den Typen, der für seine diesjährige Single „Times“ mal eben Morgan Simpson (black midi) hinters Schlagzeug zerrte. Mit einer Mischung aus Hip-Hop, Punk und Neo-Psychedelia setzt Hopcraft als Wu-Lu neue Standards in Sachen dreckiger Garagenästhetik, die ohne viel Bums und Trara beides sein kann: Unmittelbar elektrisierend aber dennoch auf lange Sicht echte Grower-Musik. Und weil er jetzt erst so richtig durchstartet, könnte 2021 genau sein Jahr werden – also nicht nur aufwachsen, sondern bitteschön auch aufwachen.

19.45 - 20.30 TALK SHOW

Südlondons Untergrund ist ein brodelnder Pool junger Bands, die alle das Zeug zum nächsten Hype haben - und Talk Show sind derzeit mittendrin. Es waren spontane Gigs in Plattenläden wie dem Rye Wax in Peckham, die Felix White von The Maccabees auf das energiegeladene Quartett aufmerksam machten. Nach einem mal wieder knallvollen Abend im Bermondsey Social Club, war der Deal und die erste Single „Fast and Loud“ flugs eingetütet, Talk Shows messerscharfer Post-Punk auf einmal in aller Munde. So richtig konnte die Band da noch immer nicht fassen, was gerade passiert. Vom Probenkeller durch Moshpits zwischen LP-Kisten bis zu den Festivalbühnen in England und beyond, machen die vier deshalb unbeirrt ihr Ding und entpuppen sich mit der ersten EP „These People“ als das, was kaum jemand kommen sah: Neue Punks mit neuer Power.

21.45 - 22.30 THE CLOCKWORKS

Ein gebrochener Mikrofonständer brachte die vier Jungs von The Clockworks aufs Radar von Alan McGee. Alan wer? Ja, das ist der Typ, der als Produzent von My Bloody Valentine, Primal Scream und Oasis drei der heftigsten UK-Exporte der letzten vierzig Jahre zu verantworten hat, jedenfalls wenn es um Gitarrenmusik geht. Frontmann James McGregor performte bei einer Bandprobe, zu der McGee kurzerhand persönlich erschien, derart frenetisch, dass die Sache sofort eingetütet wurde. Das wirkt nur so lange überraschend, bis die Energie von Songs wie „The Future Is Not What It Was“ oder „Feels So Real“ durch die Boxen knallt und die zeitgemäßeste Verschmelzung von Post-Punk und Indie-Mentalität eingängig wie Pop erscheinen lässt – also irgendwie Post-Indie? Vielleicht haben sie derartige Taxierungen aber auch von vorne herein gar nicht nötig. Diese Typen sehen schließlich einer glorreichen Zukunft entgegen, sagt selbst McGee.
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