Sa, 21.05.2022
FLUPPE
„Blüte“ Tour 2022
Einlass: 19:00 | VVK: 12 EUR | TICKETSmiley face | AK: 15 EUR
Es passieren wundersame, berührende und verwirrende Dinge in dieser Musik, die vier Männer mit Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang eingespielt haben. Und damit geht es ja schon los: Denn wie of kann man diesen Satz eigentlich ruhigen Gewissens und ohne zu funkern niederschreiben? Eben.
fuppe – bite klein schreiben, das sieht einfach besser aus und soll auch so – stammen aus Hamburg und sind Josef Endicot, Antoine Laval, Lars Brunkhorst und Christan Klindworth. Außerdem sind sie eine der seltenen Bands, bei denen man nicht sofort die „Klingt wie“-Karten spielen kann. Erste Augenzeugen ihrer Konzerte vergleichen fuppe gerne mit Turbostaat, was grob in die Richtung geht, aber musikalisch kommen einem eher diese räudig-poetschen Post-Punk-Bands wie Do Nothing, shame, Protomartyr oder auch IDLES in den Sinn. Wobei fuppe dann doch öfer als die genannten auf die melodieseligen Gitarren-Momente setzen, wie sie zum Beispiel die Weakerthans oder Sebadoh in ihren Hochzeiten zelebrierten. Erste Kritken zur ihrer EP „Billstedt“ aus dem vergangenen Jahr erkannten darin die gute alte „Hamburger Schule“. Aber dazu sagt Christan: „Das ist natürlich schmeichelhaf, die war ja auch wichtg. Aber ich kenn mich da einfach nicht gut genug aus, um das als Einfuss zu sehen. Ich kann jetzt keine fünf Songs von Der Regierung aufzählen und bin kein Blumfeld- Experte. Für mich waren ... But Alive, die Boxhamsters oder Turbostaat wichtger.“ Vor allem lyrisch führt das schon in die richtge Richtung, wenn man vielleicht noch etwas mit Dackelblut nachwürzt.
Wer so eigen unterwegs ist mit dem bewährten Rockbesteck aus Gitarre, Schlagzeug, Bass und Gesang, der macht Musik natürlich nicht erst seit gestern. „Wir kennen uns alle schon eine Weile. Wir sind quasi die Leute, die aus anderen Bandprojekten übrig waren, die irgendwann versickert sind. Wir haben einen ungeheuer produktven Spirit und haben sogar schon fast ein zweites Album fertg, weil wir gerade eh nicht touren können. Ich glaube, das liegt daran, dass bei uns genau die Musiker gelandet sind, die immer ein bisschen mehr reingegeben haben und irgendwann frustriert waren, weil sich bei anderen Bandmitgliedern die Interessen verschoben haben.“ Die Musik auf ihrem für den 17.09.2021 geplanten Debütalbum „blüte“ entsteht dann auch in Bandarbeit, während sich Christan und Josef das Texten teilen. „Wir sind zum Glück alle sehr uneitel, wenn es um das Teilen von Ideen geht“, sagt Christan. „Man kann sich den Ball zuspielen und dadurch werden die Dinge meistens besser. Das ist eine große Freiheit.“ Bei diesem Ping-Pong-Spiel muss man vielleicht auch noch den Produzenten Gregor Hennig nennen, in dessen Bremer „Studio Nord“ fuppe das Album in einigen intensiven Mehr-Tages-Sessions einspielten. Christan sagt: „Am Ende klingen die Stücke dafür trotzdem sehr natürlich, als käme alles aus einer Hand. Das fnde ich sehr schön.“ Ist es auch. Und stmmt. Kann ich so unterschreiben.
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  • 21.5.    FLUPPE