Sa, 18.06.2022
SHARKTANK - Nachholtermin vom 8.12.21
Support: DONKEY KID
Gefördert von Neustart Kultur, Initiative Musik und der BKM
Einlass: 19:00 | VVK: 16 EUR | TICKETSmiley face | AK: 20 EUR
Es ist schon erstaunlich: Nicht einmal ein Jahr nach dem allerersten Zusammentreffen von Katrin Paucz, „Mile“ Michael Lechner und Marco Kleebauer stehen die drei als SHARKTANK unmittelbar vor der Veröffentlichung eines bereits heiß erwarteten Debütalbums.
Das Trio hat mitten in dieser dunklen, seltsamen Zeit für Licht und Farbe gesorgt, weil es auf eines nicht vergessen hat: Spaß zu haben. Und der ist mitunter glücklicherweise auch ansteckend: Die bisher erschienenen Singles „Washed Up“, „Too Much“ oder zuletzt „For Myself“ liefen europaweit intensiv im Radio und erfreuen sich höchster Beliebtheit auf Streaming-Diensten (ihre Debütsingle wurde auf Spotify schon fast 1 Mio. gehört). Die im Herbst spontan veröffentlichte EP „Bad Energy“ beschert Sharktank sogleich eine Amadeus-Nominierung (Kategorie „Alternative“) – das ist vor allem auch aufgrund der kurzen Bestandszeit der Band beachtlich.
„Stell dir vor, die Beatles haben mit Kanye West eine Punkband gegründet“ oder „Bravo Hits 34“ können schon mal Antworten der Bandmitglieder sein, wenn die obligatorische Frage nach ihren Einflüssen aufkommt – diese (selbst)-ironische, humorvolle Art ist schon zum Charakteristikum von Sharktank geworden und zeigt sich z.B. auch in ihren überzeichneten, fast schon satirischen Social Media Posts und den bunten, schrillen Make-Ups.
Begonnen hat alles tatsächlich erst im letzten Sommer – mit Rapper Miles Solo-Projekt, für das er das Studio von Producer Marco Kleebauer aufsuchte. Die Chemie stimmte und doch schien noch etwas zu fehlen. So lud Marco die junge Sängerin und Gitarristin Katrin Paucz ein, die ihm als Mitglied der Live- Band der von ihm produzierten Band Oehl bekannt war. Aus einem geplanten Feature wurde nach wenigen Stunden flugs gleich eine neue Band: Sharktank.
Genau diese Spontanität zeichnet auch den Songwriting- und Recording-Prozess des Trios aus – das Motto: einfach Musik machen, weil es Spaß macht. Was anderen eine Partie Minigolf ist, ist ihnen eine Runde Tüfteln und Experimentieren im Studio. Gerade dieser spielerische und intuitive Zugang verleiht Sharktanks Debüt „Get It Done“ eine Leichtigkeit, die aktuell so anachronistisch wie luxuriös wirkt und ein fehlendes Puzzlestück im zeit-, geld- und stressgetriebenen Alltag des 21. Jahrhunderts darzustellen scheint. Vielleicht ist das das Geheimnis – so etwas wie das musikalische Gottesteilchen, das alles erklärt, wonach wir so angestrengt gesucht haben.
Bei alledem funktioniert Sharktank nach einem unfassbar simplen Konzept: Weil jede beteiligte Person in verschiedenen anderen Projekten involviert und die Zeit demnach knapp ist, trifft man einander gezielt an bestimmten Tagen im Studio. In einer Session wird ein neuer Song geschrieben, aufgenommen und in groben Zügen fertig gestellt – „Get It Done“ eben, der Name ist Programm. Dieser leichte, sketchy Workflow ist einerseits erstaunlich effizient, lässt aber paradoxerweise gar nicht erst zu, dass man sich unter Druck gesetzt fühlt – Fehler sind erlaubt, sorgen sogar für Spannung.
Auch die Texte schreiben Katrin Paucz (Gesang & Gitarre) und „Mile“ Michael Lechner erst im Studio – meist im Ping Pong System, indem sie textmelodische Bausteine und Song-Themen im Dialog austauschen und gemeinsam weiterentwickeln. Trotz der Freude am Tun sind die dabei behandelten Themen ausgesprochen ernste, die durch die verwendete Schreibtechnik nochmal an Dringlichkeit
und Dichte gewinnen: Sie versetzen uns mitten in gespannte Gespräche, liefern gegenüberliegende Blickwinkel auf Beziehungsfragen oder beschreiben den oft zerstörerischen Umgang mit sich Selbst. Den gleichnamigen Titeltrack „Get it Done“ könnte man kitschigerweise, jedoch völlig unübertrieben, als wahren „Kracher” bezeichnen: textlich treffen ein saftiges Stück Ironie und bittere Lebensrealität aufeinander: „I’m the one to gets stressed to get it done and tell them all that I do it just for fun.“. Tanzbar ist der Song trotz der ernsten Thematik allemal – dafür ist mit dem gewohnt bunten, quirky Sound gesorgt ... tanz den Apocalypso!
Wie sich das Ganze auf der Bühne anfühlt, können Sharktank derweil nur erahnen. Die lästige Pandemie hat bisher geplanten Live-Terminen einen gehörigen Strich durch die Rechnung gemacht. Entstanden sind dafür aber diverse videoaufgezeichnete Live-Sessions, die im Netz bereits für viel Begeisterung und Vorfreude gesorgt haben. In Musikauskenner Michel Attia’s Empfehlungsliste „Sound of Music 2021“ lässt sich dieser bei der von ihm auf Platz 3 gereihten Band damit zitieren, dass er sich auf kein Konzert nach der Pandemie so sehr freue wie auf jenes von Sharktank.

DONKEY KID
Eiscreme zum Frühstück, durchzechte Nächte, verschobene Schlafrhythmen und perfekt selbstgedrehte
Zigaretten: Der Newcomer Donkey Kid erzählt in seiner am 20.05.2022 erscheinenden Debüt-EP “Distant
Shouts” eine musikalische Coming-of-Age Geschichte und spielt Releasekonzerte in London und Berlin.
2021 veröffentlichte der gerade einmal 19 Jährige Donkey Kid vier Singles und überzeugt Musikmagazine
(u.A Diffus, Kaput-Mag, Wonderland, Picky) und Radiosender wie FluxFM und Deutschlandfunk
gleichermaßen von seinem Status als hoffnungsvoller Newcomer. Seine ersten Konzerte spielte er direkt
mal in UK als Support von Cassia und tourt im Sommer mit Ilgen-Nur, Trümmer und den Leoniden. Der
Indie-Hit “Deep Blue” findet sich Ende des Jahres auf dem Cover der Spotify Best-of-Indie-Brandneu-2021-
Liste und auf den Playlisten diverser britischer College-Radiosender wieder.

Beeinflusst von Talking Heads, Tame Impala und King Krule erschafft Donkey Kid opulente Soundkulissen
– von modernem Western gepaart mit psychedelischen Loops wie in “Digging Holes”, über Bottleneck-
Blues wie im im beatles-esque daherleiernden “Sugar Daughters”, über comic-strip-artigen New Wave wie
bei “Necklace” und energetische Walk-In-Hymnen, wie im titelgebenden Uptempo-Smasher “Distant
Shouts”.

Verdichtet auf fünf Songs spiegelt Jurek Stricker – so heißt Donkey Kid mit bürgerlichem Namen – seine
eigene musikalischen Sozialisierung. Produziert wurde die EP von Marco Kleebauer, der zuletzt mit der
Wiener Band Bilderbuch an zwei ikonischen Alben arbeitete und mit eigenen Projekten wie Leyya längst
über die Grenzen Österreichs hinaus für Indie-Pop mit herausragendem, internationalen Anspruch steht.
Ausgangspunkt für die Songs sind selbst produzierte Lo-Fi-Schlafzimmer-Demos, die Donkey Kid ganz
beiläufig in regelmäßiger Unregelmäßigkeit auf seinem Soundcloud Profil veröffentlicht. Jetzt steht er im
Mittelpunkt einer neuen Indie-Szene, in einer Stadt, in der sich jeder von schier endlosen Einflüssen und
überbordenden Möglichkeitsräumen überreizt fühlt. Donkey Kids Songs sind die Antwort darauf.
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